Museum Folkwang
Erotik
  • Rudolf Belling
  • Erotik, 1920

  • Bronze
  • 32 x 32 x 26 cm
  • Erworben 2003 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Siftung
  • Inv.-Nr. P 259
  • Text zum WerkFür diesen relativ kleinen Messingguss, ein Hauptwerk des Künstlers, hat Belling die Bewegungen tanzender oder ringender Körper in eine nahezu abstrakte Formensprache übersetzt. Die symbiotische Verklammerung zweier Körper, die hier als expressionistische Darstellung eines erotischen Themas vorgeführt wird, war gleichzeitig eine Studie für die Ausführung großer Raumplastiken, wie Belling sie bereits 1918 (›Der Mensch‹) und 1919 (›Dreiklang‹) realisiert hatte. Die expressionistisch-symbolistische Gestaltungsweise des Bildhauers war in den 1920er Jahren weniger von der strengen Formensprache der Kubisten als von den eleganten und dekorativen Plastiken Alexander Archipenkos beeinflusst.
    Zwei stark abstrahierte menschliche Figuren – die eine durch Zacken und Kanten als männlicher, die andere durch voluminöse Rundungen als weiblicher Körper charakterisiert – sind wie im Kampf miteinander verbunden und bilden ein raumgreifendes, beinahe akrobatisch anmutendes Rund. »Erotik«, schreibt Rudolph Belling in einem Brief an den Kunsthändler Alfred Flechtheim, »na, das hat jeder mit sich auszumachen. Ich bin vor Jahren an dem Ufer eines Krötenpfuhls zur Brunstzeit dazu inspiriert worden.«
  • Provenienz2003, Galerie Wolfgang Werner, Bremen/Berlin
  • Obj_Id: 1'008'464
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 188
  • Obj_Creditline_S: Skulpturensammlung
  • Obj_Title1_S: Erotik
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Erotik Eroticism Erotik
  • Obj_Dating_S: 1920
  • Jahr von: 1'920
  • Jahr bis: 1'920
  • Obj_IdentNr_S: P 259
  • Obj_IdentNrSort_S: P 0259
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plastik/Skulptur
  • Obj_Crate_S: 32 x 32 x 26 cm
  • Obj_Material_S: Bronze
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Bronze
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 2003 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Siftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Für diesen relativ kleinen Messingguss, ein Hauptwerk des Künstlers, hat Belling die Bewegungen tanzender oder ringender Körper in eine nahezu abstrakte Formensprache übersetzt. Die symbiotische Verklammerung zweier Körper, die hier als expressionistische Darstellung eines erotischen Themas vorgeführt wird, war gleichzeitig eine Studie für die Ausführung großer Raumplastiken, wie Belling sie bereits 1918 (›Der Mensch‹) und 1919 (›Dreiklang‹) realisiert hatte. Die expressionistisch-symbolistische Gestaltungsweise des Bildhauers war in den 1920er Jahren weniger von der strengen Formensprache der Kubisten als von den eleganten und dekorativen Plastiken Alexander Archipenkos beeinflusst.
Zwei stark abstrahierte menschliche Figuren – die eine durch Zacken und Kanten als männlicher, die andere durch voluminöse Rundungen als weiblicher Körper charakterisiert – sind wie im Kampf miteinander verbunden und bilden ein raumgreifendes, beinahe akrobatisch anmutendes Rund. »Erotik«, schreibt Rudolph Belling in einem Brief an den Kunsthändler Alfred Flechtheim, »na, das hat jeder mit sich auszumachen. Ich bin vor Jahren an dem Ufer eines Krötenpfuhls zur Brunstzeit dazu inspiriert worden.«