Museum Folkwang
Flora, Blumen streuend
  • Arnold Böcklin
  • Flora, Blumen streuend, 1875

  • Öl auf Holz
  • 82,5 x 51,5 cm
  • Erworben 2004 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins
  • Inv.-Nr. G 577
  • Text zum WerkBöcklin hielt sich Ende der 1860er Jahre in Florenz auf und beschäftigte sich – angeregt auch von den Werken Sandro Botticellis – mit dem Thema des Frühlings. Böcklin variiert mit diesem Gemälde sein bereits 1869 für das Treppenhaus des Basler Museums an der Augustinergasse entstandenes Fresko ›Flora‹. Er versetzt jedoch die dort im Bildraum schwebend dargestellte Frauengestalt in eine Bachlandschaft. Flora streut eine Vielzahl verschiedener Blumen aus und die hinter ihr liegenden Wiesen sind bereits von Blüten übersät. Das Gemälde zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Stilisierung des poetisch besetzten Themas mit einer gleichzeitigen Idealisierung verbindet. Der dramatisch aufgeladene Himmel und die vom Wind gebogenen Bäume im Hintergrund kontrastieren das liebliche Motiv des Blumenstreuens an dem sanft sich schlängelnden Wiesenbach. Darin eine symbolische Anspielung zu erkennen, liegt nahe; möglicherweise spielt der 1870er Krieg noch eine Rolle in der Bilderwelt des Künstlers: Die Dramatik der Landschaft im Hintergrund, in der sonst Kentauren ihre Kämpfe austragen mögen, verliert an Gewicht; die Sprache der Liebe und Tugend erobert wieder das Terrain.
  • Provenienz1878, Kunsthandel Fleischmann, München
    1880, Kunsthandel Fritz Gurlitt, Berlin
    1906 spätestens - 31.08.1918 vermutlich, Anna vom Rath
    1918 - 1950, Familie Gustav Krupp von Bohlen und Halbach
    1950 - 1983, Harald von Bohlen und Halbach
    1983 - 2002, Doerte von Bohlen und Halbach, Essen
    2002 - 2004, Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach, Heidelberg
  • Obj_Id: 1'007'321
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Flora, Blumen streuend
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Flora, Blumen streuend Flora, Scattering Flowers Flora, Blumen streuend
  • Obj_Dating_S: 1875
  • Jahr von: 1'875
  • Jahr bis: 1'875
  • Obj_IdentNr_S: G 577
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0577
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 82,5 x 51,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Holz
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Holz
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 2004 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Böcklin hielt sich Ende der 1860er Jahre in Florenz auf und beschäftigte sich – angeregt auch von den Werken Sandro Botticellis – mit dem Thema des Frühlings. Böcklin variiert mit diesem Gemälde sein bereits 1869 für das Treppenhaus des Basler Museums an der Augustinergasse entstandenes Fresko ›Flora‹. Er versetzt jedoch die dort im Bildraum schwebend dargestellte Frauengestalt in eine Bachlandschaft. Flora streut eine Vielzahl verschiedener Blumen aus und die hinter ihr liegenden Wiesen sind bereits von Blüten übersät. Das Gemälde zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Stilisierung des poetisch besetzten Themas mit einer gleichzeitigen Idealisierung verbindet. Der dramatisch aufgeladene Himmel und die vom Wind gebogenen Bäume im Hintergrund kontrastieren das liebliche Motiv des Blumenstreuens an dem sanft sich schlängelnden Wiesenbach. Darin eine symbolische Anspielung zu erkennen, liegt nahe; möglicherweise spielt der 1870er Krieg noch eine Rolle in der Bilderwelt des Künstlers: Die Dramatik der Landschaft im Hintergrund, in der sonst Kentauren ihre Kämpfe austragen mögen, verliert an Gewicht; die Sprache der Liebe und Tugend erobert wieder das Terrain.