Museum Folkwang
We don't have problems with disco door-waiters, if they don't let us in, we don't let them out
  • Martin Kippenberger
  • We don't have problems with disco door-waiters, if they don't let us in, we don't let them out, 1986

  • Wir haben keine Probleme mit den Disco-Türstehern, wenn sie uns nicht hereinlassen, lassen wir sie nicht heraus
  • Öl, Siebdruck, Plexiglas und Silikon auf Leinwand
  • 150,4 x 180,5 cm
  • Erworben 2010
  • Inv.-Nr. G 600
  • Text zum WerkIn den 1980er-Jahren begann jeder von dem Ende des Fortschrittsglaubens und dem Beginn der Postmoderne zu sprechen. Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat Martin Kippenberger die Entwicklung der postindustriellen Gesellschaft in Bilder voller Ironie gefasst. Er wuchs in Essen-Frillendorf auf, wo er unmittelbar das Ende der alten Schwerindustrie erlebte. Nach nur zwei Studienjahren in Hamburg wirkte er nicht nur als Maler, sondern auch als Künstleragent, Clubbetreiber, Musiker, Plakatentwerfer. Kein Thema war Kippenberger zu heikel, um es nicht in der Malerei aufzugreifen. In der Ausstellung ›The No Problem Pictures‹ 1986 in München parodierte er die deutsche Vergangenheitsbewältigung. In dem Schrank in der Mitte des Bildes ist ein Toilettenaufsatz für eine Bettpfanne erkennbar, wie sie in Altersheimen eingesetzt werden. Der Titel hingegen spielt auf die jugendliche Klubkultur an, in der Türsteher als neue »Gralshüter« entscheiden, wer dazugehört und wer nicht. Der Generationenkonflikt wird aber auch in der bewusst dilettantischen Malerei des Bildes in »hässlichen« Farben sichtbar. Nicht nur die Titel, auch die Malerei selbst ist ein sarkastischer Kommentar zur Gegenwart.
  • Obj_Id: 1'036'248
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: We don't have problems with disco door-waiters, if they don't let us in, we don't let them out
  • Obj_Title2_S: Wir haben keine Probleme mit den Disco-Türstehern, wenn sie uns nicht hereinlassen, lassen wir sie nicht heraus
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): We don't have problems with disco door-waiters, if they don't let us in, we don't let them out We don't have problems with disco door-waiters, if they don't let us in, we don't let them out Wir haben keine Probleme mit den Disco-Türstehern, wenn sie uns nicht hereinlassen, lassen wir sie nicht heraus
  • Obj_Dating_S: 1986
  • Jahr von: 1'986
  • Jahr bis: 1'986
  • Obj_IdentNr_S: G 600
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0600
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 150,4 x 180,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl, Siebdruck, Plexiglas und Silikon auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl, Siebdruck, Plexiglas und Silikon auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 2010
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne
Text zum Werk
Künstler

In den 1980er-Jahren begann jeder von dem Ende des Fortschrittsglaubens und dem Beginn der Postmoderne zu sprechen. Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat Martin Kippenberger die Entwicklung der postindustriellen Gesellschaft in Bilder voller Ironie gefasst. Er wuchs in Essen-Frillendorf auf, wo er unmittelbar das Ende der alten Schwerindustrie erlebte. Nach nur zwei Studienjahren in Hamburg wirkte er nicht nur als Maler, sondern auch als Künstleragent, Clubbetreiber, Musiker, Plakatentwerfer. Kein Thema war Kippenberger zu heikel, um es nicht in der Malerei aufzugreifen. In der Ausstellung ›The No Problem Pictures‹ 1986 in München parodierte er die deutsche Vergangenheitsbewältigung. In dem Schrank in der Mitte des Bildes ist ein Toilettenaufsatz für eine Bettpfanne erkennbar, wie sie in Altersheimen eingesetzt werden. Der Titel hingegen spielt auf die jugendliche Klubkultur an, in der Türsteher als neue »Gralshüter« entscheiden, wer dazugehört und wer nicht. Der Generationenkonflikt wird aber auch in der bewusst dilettantischen Malerei des Bildes in »hässlichen« Farben sichtbar. Nicht nur die Titel, auch die Malerei selbst ist ein sarkastischer Kommentar zur Gegenwart.