Museum Folkwang
Paris-Liège en 4 heures
  • J. P. Junot
  • Paris-Liège en 4 heures, 1930

  • Paris-Lüttich in 4 Stunden
  • Frankreich
  • Farblithografie
  • 100 x 62 cm
  • Druckerei Imprimerie L. Danel, Lille
  • Inv.-Nr. DPM DL 154
  • Text zum WerkIn den zwanziger Jahren änderten sich die Sujets der Plakate, die für das Reisen mit der Bahn warben. Nicht mehr Luxus und Bequemlichkeit allein bestimmten das Bild, die Kraft der Lokomotive wurde zum Sinnbild eines neuen Fortschrittglaubens, zum Zeichen des Vertrauens in die große Maschine.

    Immer mehr Menschen fuhren mit dem Zug – wenn auch nicht mit dem Luxuszug. Die Technik der Eisenbahn wurde weiter voran getrieben, Unterbau und Streckengestaltung ließen größere Geschwindigkeiten mit neuen, leistungsfähigeren Lokomotiven zu. Es wurden Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h erreicht, dies war nur mit der Bahn möglich. Damit wurde die Geschwindigkeit nicht nur zu einem Wert an sich, sondern ebenso zu einem Werbewert. In der Gestaltung dieser Errungenschaften übernahm das Plakat für das Reisen mit der Bahn eine Vorreiterrolle in der Plakatentwicklung.

    Wesentliche Elemente finden sich in dem Plakat ›Paris-Liège‹ in vier Stunden wieder. Während der Internationalen Ausstellung pendelte ein Salon-Pullmann-Sonderzug zwischen Paris und Liège, er legte die 367 km in weniger als vier Stunden zurück. Die Hauptbotschaft ist die Reisezeit von vier Stunden, die zentral angeordnete ›Vier‹ teilt auch das Blatt in vier Teile. Die oberen beiden Teile stellen die Kraft und die Dynamik der Lokomotive dar, indem rechts die großen Antriebsräder in fotorealistischer Weise wiedergegeben werden. Links können davon nur noch schemenhafte Konturen wahrgenommen werden. Der untere Bereich ist dem statischen Teil gewidmet – den Schienen und dem Unterbau. Dieser Teil nimmt den Text auf, wobei die Worte ›Paris-Liège‹ durch ihre perspektivische Anordnung nochmals die Dynamik des oberen Teils stützen.
  • Obj_Id: 1'035'445
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Deutsches Plakat Museum
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 242
  • Obj_Creditline_S:
  • Obj_Title1_S: Paris-Liège en 4 heures
  • Obj_Title2_S: Paris-Lüttich in 4 Stunden
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): Frankreich
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Paris-Liège en 4 heures Paris-Liège in 4 Hours Paris-Liège en 4 heures Paris-Lüttich in 4 Stunden Frankreich
  • Obj_Dating_S: 1930
  • Jahr von: 1'930
  • Jahr bis: 1'930
  • Obj_IdentNr_S: DPM DL 154
  • Obj_IdentNrSort_S: DPM DL 154
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plakat
  • Obj_Crate_S: 100 x 62 cm
  • Obj_Material_S:
  • Obj_Technique_S: Farblithografie
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Farblithografie
  • Obj_AccNote_S (Erwerb):
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei): Imprimerie L. Danel, Lille
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

In den zwanziger Jahren änderten sich die Sujets der Plakate, die für das Reisen mit der Bahn warben. Nicht mehr Luxus und Bequemlichkeit allein bestimmten das Bild, die Kraft der Lokomotive wurde zum Sinnbild eines neuen Fortschrittglaubens, zum Zeichen des Vertrauens in die große Maschine.

Immer mehr Menschen fuhren mit dem Zug – wenn auch nicht mit dem Luxuszug. Die Technik der Eisenbahn wurde weiter voran getrieben, Unterbau und Streckengestaltung ließen größere Geschwindigkeiten mit neuen, leistungsfähigeren Lokomotiven zu. Es wurden Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h erreicht, dies war nur mit der Bahn möglich. Damit wurde die Geschwindigkeit nicht nur zu einem Wert an sich, sondern ebenso zu einem Werbewert. In der Gestaltung dieser Errungenschaften übernahm das Plakat für das Reisen mit der Bahn eine Vorreiterrolle in der Plakatentwicklung.

Wesentliche Elemente finden sich in dem Plakat ›Paris-Liège‹ in vier Stunden wieder. Während der Internationalen Ausstellung pendelte ein Salon-Pullmann-Sonderzug zwischen Paris und Liège, er legte die 367 km in weniger als vier Stunden zurück. Die Hauptbotschaft ist die Reisezeit von vier Stunden, die zentral angeordnete ›Vier‹ teilt auch das Blatt in vier Teile. Die oberen beiden Teile stellen die Kraft und die Dynamik der Lokomotive dar, indem rechts die großen Antriebsräder in fotorealistischer Weise wiedergegeben werden. Links können davon nur noch schemenhafte Konturen wahrgenommen werden. Der untere Bereich ist dem statischen Teil gewidmet – den Schienen und dem Unterbau. Dieser Teil nimmt den Text auf, wobei die Worte ›Paris-Liège‹ durch ihre perspektivische Anordnung nochmals die Dynamik des oberen Teils stützen.