Museum Folkwang
Wolken
  • Gerhard Richter
  • Wolken, 1970

  • Öl auf Leinwand
  • 200 x 300 cm
  • Erworben 1970 mit Unterstützung der Frau-Otto-Knaudt-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 376
  • Text zum WerkMit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts wandelt sich die Rolle der Wolke in der Malerei; Himmel- und Wolkenstudien sowie auch Konzepte von Himmel festigen sich zu eigenständigen Bildinteressen, vor allem in der romantischen Landschaftsmalerei. Im Gegensatz zu den Künstlern des 19. Jahrhunderts basiert Gerhard Richters ›Wolkenbild‹ nicht auf geschauten Naturstudien, sondern auf Fotografien. Richter bedient sich hierbei einer Aufnahme, die er in seinen so genannten ›Atlas‹, ein nachträglich als Dokumentation von Skizzen und Bildvorlagen verschiedener Werkprozesse angelegtes Archiv, aufnahm. Mit der Kreation von Unschärfe lenkt Richter das Augenmerk des Betrachters auf die Bildquelle des Motivs und macht den Rückgriff auf fotografische Vorlagen gezielt zum Thema. Die Verwischung der Farbe dient dem Künstler dazu, einen geläufigen Gegenstand der Malerei zu verfremden und die fragwürdige Stellung des Bildes zwischen Realität und Wahrnehmung zu betonen.
  • Provenienz1970, Galerie Rudolf Zwirner, Köln
  • Obj_Id: 1'003'467
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Wolken
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Wolken Clouds, No. 265 Wolken
  • Obj_Dating_S: 1970
  • Jahr von: 1'970
  • Jahr bis: 1'970
  • Obj_IdentNr_S: G 376
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0376
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 200 x 300 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1970 mit Unterstützung der Frau-Otto-Knaudt-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: Sammlung 20. und 21. Jahrhundert, Neubau
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Gerhard Richter 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Mit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts wandelt sich die Rolle der Wolke in der Malerei; Himmel- und Wolkenstudien sowie auch Konzepte von Himmel festigen sich zu eigenständigen Bildinteressen, vor allem in der romantischen Landschaftsmalerei. Im Gegensatz zu den Künstlern des 19. Jahrhunderts basiert Gerhard Richters ›Wolkenbild‹ nicht auf geschauten Naturstudien, sondern auf Fotografien. Richter bedient sich hierbei einer Aufnahme, die er in seinen so genannten ›Atlas‹, ein nachträglich als Dokumentation von Skizzen und Bildvorlagen verschiedener Werkprozesse angelegtes Archiv, aufnahm. Mit der Kreation von Unschärfe lenkt Richter das Augenmerk des Betrachters auf die Bildquelle des Motivs und macht den Rückgriff auf fotografische Vorlagen gezielt zum Thema. Die Verwischung der Farbe dient dem Künstler dazu, einen geläufigen Gegenstand der Malerei zu verfremden und die fragwürdige Stellung des Bildes zwischen Realität und Wahrnehmung zu betonen.