Museum Folkwang
Sensibilité prussienne
  • Otto Piene
  • Sensibilité prussienne, 1960

  • Preußische Empfindsamkeit
  • Leimfarbe oder Gouache auf Leinwand
  • 100 x 130 cm
  • Erworben 1967 mit Unterstützung der Frau-Otto-Knaudt-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 353
  • Text zum WerkDie Forderung der Künstlergruppe ZERO nach einer Reduktion der visuellen Mittel kommt in diesem frühen Bild Otto Pienes mit besonderer Deutlichkeit zum Ausdruck. In ihrem Protest gegen die Dominanz der informellen und expressiven Malerei konzentrierten sich die Künstler der Gruppe zunächst auf Weiß und Schwarz. Piene versuchte auf der Fläche des Bildes eine Artikulation von Licht zu ermöglichen. Ende der 1950er-Jahre entstanden die ersten Rasterbilder. In ›Sensibilité prussienne‹ brachte er in einer horizontalen Linie kleine Erhebungen in einer Rasterstruktur auf der Leinwand an. Die Abstände sind immer gleich, jedoch variiert die Stärke der Erhebungen, wodurch dasLicht aus der Rasterfläche flimmert. »Das Licht der Farbe auf Bildern in seinem Scheinen flutet zwischen dem Bild und dem Betrachter und erfüllt den Raum, der zwischen ihnen liegt«, schrieb Otto Piene 1958 in einer Ausgabe der programmatischen Zeitschrift ›ZERO‹.
  • Provenienz1967, Galerie Alfred Schmela, Düsseldorf
    1967, Kauf bei Schmela, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'459
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Sensibilité prussienne
  • Obj_Title2_S: Preußische Empfindsamkeit
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Sensibilité prussienne Prussian Sensibility Sensibilité prussienne Preußische Empfindsamkeit
  • Obj_Dating_S: 1960
  • Jahr von: 1'960
  • Jahr bis: 1'960
  • Obj_IdentNr_S: G 353
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0353
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 100 x 130 cm
  • Obj_Material_S: Leimfarbe oder Gouache auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Leimfarbe oder Gouache auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1967 mit Unterstützung der Frau-Otto-Knaudt-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Die Forderung der Künstlergruppe ZERO nach einer Reduktion der visuellen Mittel kommt in diesem frühen Bild Otto Pienes mit besonderer Deutlichkeit zum Ausdruck. In ihrem Protest gegen die Dominanz der informellen und expressiven Malerei konzentrierten sich die Künstler der Gruppe zunächst auf Weiß und Schwarz. Piene versuchte auf der Fläche des Bildes eine Artikulation von Licht zu ermöglichen. Ende der 1950er-Jahre entstanden die ersten Rasterbilder. In ›Sensibilité prussienne‹ brachte er in einer horizontalen Linie kleine Erhebungen in einer Rasterstruktur auf der Leinwand an. Die Abstände sind immer gleich, jedoch variiert die Stärke der Erhebungen, wodurch dasLicht aus der Rasterfläche flimmert. »Das Licht der Farbe auf Bildern in seinem Scheinen flutet zwischen dem Bild und dem Betrachter und erfüllt den Raum, der zwischen ihnen liegt«, schrieb Otto Piene 1958 in einer Ausgabe der programmatischen Zeitschrift ›ZERO‹.