Museum Folkwang
Bouteille, guitare et pipe
  • Pablo Picasso
  • Bouteille, guitare et pipe, 1912/13

  • Flasche, Gitarre und Pfeife
  • Öl auf Leinwand
  • 60 x 73 cm
  • Erworben 1964 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 337
  • Text zum WerkZusammen mit Georges Braque entwickelte Picasso ab 1907 eine neue künstlerische Methode, die von der Kunstkritik mit dem anfänglich abschätzig gemeinten Begriff ›Kubismus‹ bezeichnet wurde. Ihre Werke aus den Jahren nach 1907 sind manchmal kaum zu unterscheiden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass Braque eher bedächtig und analytisch vorging, während Picasso eher temperamentvoll und impulsiv arbeitete.
    Nachdem Picasso zunächst in den Jahren um 1910 die gegenständliche Darstellung kleinteilig zerlegt hatte, begann er um 1912 unter dem Eindruck der von ihm gleichzeitig praktizierten Collage, die Motive seiner Bilder neu zusammenzusetzen. Gleichzeitig nahm er zu den bis dahin in seiner Palette vorherrschenden unbunten Farben Grau, Braun und Weiß die Farben Rot, Grün und Blau hinzu und veränderte so das Kolorit seiner in diesen Jahren entstandenen Stillleben.
    Picasso spielte in ›Flasche, Gitarre und Pfeife‹ virtuos mit den verschiedenen Darstellungsformen und Wahrnehmungsebenen. So mischte er Sand in die Farbe, um an einigen Stellen des Bildes eine geradezu mit Händen greifbare Materialität herzustellen. Die im Titel genannte Pfeife hingegen malte er wie einen Ausriss aus einem illusionistischen Gemälde in das im Übrigen aus geometrischen Formen bestehende Bild hinein. Das kompositorische Zentrum bilden die geschwungenen Formen der Gitarre, eines der wichtigsten Motive der kubistischen Malerei Picassos.
  • Provenienz1964, Galerie Siegfried Rosengard, Luzern
  • Obj_Id: 1'003'457
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Bouteille, guitare et pipe
  • Obj_Title2_S: Flasche, Gitarre und Pfeife
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Bouteille, guitare et pipe Bottle, Guitar and Pipe Bouteille, guitare et pipe Flasche, Gitarre und Pfeife
  • Obj_Dating_S: 1912/13
  • Jahr von: 1'912
  • Jahr bis: 1'913
  • Obj_IdentNr_S: G 337
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0337
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 60 x 73 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1964 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Zusammen mit Georges Braque entwickelte Picasso ab 1907 eine neue künstlerische Methode, die von der Kunstkritik mit dem anfänglich abschätzig gemeinten Begriff ›Kubismus‹ bezeichnet wurde. Ihre Werke aus den Jahren nach 1907 sind manchmal kaum zu unterscheiden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass Braque eher bedächtig und analytisch vorging, während Picasso eher temperamentvoll und impulsiv arbeitete.
Nachdem Picasso zunächst in den Jahren um 1910 die gegenständliche Darstellung kleinteilig zerlegt hatte, begann er um 1912 unter dem Eindruck der von ihm gleichzeitig praktizierten Collage, die Motive seiner Bilder neu zusammenzusetzen. Gleichzeitig nahm er zu den bis dahin in seiner Palette vorherrschenden unbunten Farben Grau, Braun und Weiß die Farben Rot, Grün und Blau hinzu und veränderte so das Kolorit seiner in diesen Jahren entstandenen Stillleben.
Picasso spielte in ›Flasche, Gitarre und Pfeife‹ virtuos mit den verschiedenen Darstellungsformen und Wahrnehmungsebenen. So mischte er Sand in die Farbe, um an einigen Stellen des Bildes eine geradezu mit Händen greifbare Materialität herzustellen. Die im Titel genannte Pfeife hingegen malte er wie einen Ausriss aus einem illusionistischen Gemälde in das im Übrigen aus geometrischen Formen bestehende Bild hinein. Das kompositorische Zentrum bilden die geschwungenen Formen der Gitarre, eines der wichtigsten Motive der kubistischen Malerei Picassos.