Museum Folkwang
Feuer bei Vollmond
  • Paul Klee
  • Feuer bei Vollmond, 1933/353

  • Mischtechnik auf Leinwand
  • 50 x 65 cm
  • Erworben 1958 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung und dem Folkwang-Museumsverein
  • Inv.-Nr. G 284
  • Text zum Werk›Feuer bei Vollmond‹ gehört zu den systematisierenden Kompositionen des Künstlers. Auf der Grundlage der von ihm seit 1920 entwickelten Bildnerischen Formenlehre stellte Klee unterschiedlich große Farbfelder und Farbwerte gegen- und nebeneinander. Dabei war für ihn auch die Frage nach dem Verhältnis von Flächeninhalt, Form und Farbe von zentraler Bedeutung. Zwei Farbflächen, eine gelbe Scheibe und ein irreguläres rotes Kreuz bilden die Pole in der abwechslungsreich gestalteten, landschaftsähnlichen Komposition, deren grafische Gliederung an einzelnen Stellen eine perspektivische Wirkung erzeugt. ›Feuer bei Vollmond‹ ist wahrscheinlich im Sommer 1933 entstanden. In einem Brief an seine Frau schreibt Klee im September 1933: »Ich arbeite zur Zeit rein farbig und mache wenig helldunkel Contraste, am liebsten gar keine, aber das gelingt nicht; auf diese Weise spiele ich um einen Grundton herum, der einmal grau, einmal rot, einmal blau ist. Es ist meistens zum Guten geglückt, aber sehr anstrengend und die Zeit geht noch rascher als gewohnt.«
    Der Titel ›Feuer bei Vollmond‹ erlaubt weiterführende Spekulationen, etwa über eine Anspielung auf den Nationalsozialismus und Klees Suspendierung von seiner Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie 1933 – eine Deutung, die ein großes Konvolut von in diesem Jahr entstandenen Zeichnungen (und deren hintergründigen Titel) stützt.
  • Provenienz1958, Dr. Werner Rusche, Köln
    Sammlung Hermann Rupf, Bern
    Privatbesitz, Oxford
    Künstler oder Witwe des Künstlers
  • Obj_Id: 1'003'355
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Feuer bei Vollmond
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Feuer bei Vollmond Fire at Full Moon Feuer bei Vollmond
  • Obj_Dating_S: 1933/353
  • Jahr von: 1'933
  • Jahr bis: 1'933
  • Obj_IdentNr_S: G 284
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0284
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 50 x 65 cm
  • Obj_Material_S: Mischtechnik auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Mischtechnik auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1958 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung und dem Folkwang-Museumsverein
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

›Feuer bei Vollmond‹ gehört zu den systematisierenden Kompositionen des Künstlers. Auf der Grundlage der von ihm seit 1920 entwickelten Bildnerischen Formenlehre stellte Klee unterschiedlich große Farbfelder und Farbwerte gegen- und nebeneinander. Dabei war für ihn auch die Frage nach dem Verhältnis von Flächeninhalt, Form und Farbe von zentraler Bedeutung. Zwei Farbflächen, eine gelbe Scheibe und ein irreguläres rotes Kreuz bilden die Pole in der abwechslungsreich gestalteten, landschaftsähnlichen Komposition, deren grafische Gliederung an einzelnen Stellen eine perspektivische Wirkung erzeugt. ›Feuer bei Vollmond‹ ist wahrscheinlich im Sommer 1933 entstanden. In einem Brief an seine Frau schreibt Klee im September 1933: »Ich arbeite zur Zeit rein farbig und mache wenig helldunkel Contraste, am liebsten gar keine, aber das gelingt nicht; auf diese Weise spiele ich um einen Grundton herum, der einmal grau, einmal rot, einmal blau ist. Es ist meistens zum Guten geglückt, aber sehr anstrengend und die Zeit geht noch rascher als gewohnt.«
Der Titel ›Feuer bei Vollmond‹ erlaubt weiterführende Spekulationen, etwa über eine Anspielung auf den Nationalsozialismus und Klees Suspendierung von seiner Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie 1933 – eine Deutung, die ein großes Konvolut von in diesem Jahr entstandenen Zeichnungen (und deren hintergründigen Titel) stützt.