Museum Folkwang
White Painting
  • Sam Francis
  • White Painting, 1952

  • Weißes Gemälde
  • Öl auf Leinwand
  • 101,5 x 78,5 cm
  • Erworben 1970 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Folkwang-Museumsvereins
  • Inv.-Nr. G 371
  • Text zum WerkMit der Farbe als Thema entwickelte der Künstler eine Vielfalt und Variationsbreite des Ausdrucks bis hin zu extremen Widersprüchen. So reduzierte er in seinen weißen Bildern zu Beginn der 1950er Jahre die Farbe bisweilen auf fast nichts und trug sie dünnflüssig in biomorphen Formen auf die Leinwand auf. Der Betrachter wird von dieser vibrierenden Brillanz magisch angezogen und erfährt die Kraft der wenigen Farbspuren in den weißen natursteinähnlichen Gebilden, die sich auf der Leinwand in subtiler Bewegung schwimmend zu einem Körper verdichten. Eine Assoziation zu weiß glühender Lava, die in großer Hitze geschmolzene Steine mit sich führt, stellt sich nicht von ungefähr ein. Sam Francis verband mit Farben Feuer und Glut, also höchste Energie. In Berkeley zum Künstler ausgebildet, hielt er sich zur Zeit der Entstehung dieses Gemäldes wohl schon in Frankreich auf, studierte in Paris an der Académie Fernand Léger und verbrachte die Sommer in Aix-en-Provence, der Heimat Paul Cézannes. Dieser Aufenthalt verändert seine Palette, die feinen blassen Töne weichen bald einem intensiven Blau, Rot und Schwarz.
  • Provenienz1970, Galerie Müller, Köln
  • Obj_Id: 1'003'284
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: White Painting
  • Obj_Title2_S: Weißes Gemälde
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): White Painting White Painting Weißes Gemälde
  • Obj_Dating_S: 1952
  • Jahr von: 1'952
  • Jahr bis: 1'952
  • Obj_IdentNr_S: G 371
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0371
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 101,5 x 78,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1970 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Folkwang-Museumsvereins
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: Sammlung 20. und 21. Jahrhundert, Neubau
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Sam Francis Foundation, California / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Mit der Farbe als Thema entwickelte der Künstler eine Vielfalt und Variationsbreite des Ausdrucks bis hin zu extremen Widersprüchen. So reduzierte er in seinen weißen Bildern zu Beginn der 1950er Jahre die Farbe bisweilen auf fast nichts und trug sie dünnflüssig in biomorphen Formen auf die Leinwand auf. Der Betrachter wird von dieser vibrierenden Brillanz magisch angezogen und erfährt die Kraft der wenigen Farbspuren in den weißen natursteinähnlichen Gebilden, die sich auf der Leinwand in subtiler Bewegung schwimmend zu einem Körper verdichten. Eine Assoziation zu weiß glühender Lava, die in großer Hitze geschmolzene Steine mit sich führt, stellt sich nicht von ungefähr ein. Sam Francis verband mit Farben Feuer und Glut, also höchste Energie. In Berkeley zum Künstler ausgebildet, hielt er sich zur Zeit der Entstehung dieses Gemäldes wohl schon in Frankreich auf, studierte in Paris an der Académie Fernand Léger und verbrachte die Sommer in Aix-en-Provence, der Heimat Paul Cézannes. Dieser Aufenthalt verändert seine Palette, die feinen blassen Töne weichen bald einem intensiven Blau, Rot und Schwarz.