Museum Folkwang
Dame in Grau
  • Wilhelm Trübner
  • Dame in Grau, 1876

  • Öl auf Leinwand
  • 106 x 92,1 cm
  • Erworben 1905 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Inv.-Nr. G 188
  • Text zum WerkWilhelm Trübner wechselte 1869 von der Kunstschule seiner Heimatstadt Karlsruhe an die Akademie in München, wo er u. a. bei Wilhelm von Diez studierte. Auf der im gleichen Jahr dort stattfindenden Internationalen Kunstausstellung hatte er Gelegenheit, Werke von Gustave Courbet und Édouard Manet kennenzulernen. Wie Wilhelm Leibl, dessen Kreis er sich 1870 anschloss, empfing auch Trübner von der damals aktuellen französischen Malerei wichtige Anregungen für die eigene künstlerische Entwicklung.

    Die Darstellung der ›Dame in Grau‹ nimmt Trübner zum Anlass, seine koloristischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Der starke Kontrast zwischen dem hell leuchtenden Inkarnat und der dunkleren Farbigkeit der übrigen Flächen (Kleid, Möbel und Hintergrund) lenkt den Blick auf die zwischen Gesicht und Händen ausgebreitete Fülle von fein abgestuften Tonwerten einer einzigen Farbe – des im Bildtitel genannten Grau.
    Der für Trübners Malerei der 1870er Jahre typische Farbauftrag mit breiten, kurz geführten Pinselstrichen erzeugt hier eine Struktur aus Winkeln und Graten, die einem Wechsel von Licht und Schatten nachgebildet ist und derart den rein malerischen Effekt mit dem Motiv verbindet.
  • Provenienz[?], Wilhelm Trübner
    1905 spätestens, Folkwang Hagen (beim Künstler selber erworben)
    seit 1922, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'219
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Dame in Grau
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Dame in Grau Lady in Grey Dame in Grau
  • Obj_Dating_S: 1876
  • Jahr von: 1'876
  • Jahr bis: 1'876
  • Obj_IdentNr_S: G 188
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0188
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 106 x 92,1 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1905 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Wilhelm Trübner wechselte 1869 von der Kunstschule seiner Heimatstadt Karlsruhe an die Akademie in München, wo er u. a. bei Wilhelm von Diez studierte. Auf der im gleichen Jahr dort stattfindenden Internationalen Kunstausstellung hatte er Gelegenheit, Werke von Gustave Courbet und Édouard Manet kennenzulernen. Wie Wilhelm Leibl, dessen Kreis er sich 1870 anschloss, empfing auch Trübner von der damals aktuellen französischen Malerei wichtige Anregungen für die eigene künstlerische Entwicklung.

Die Darstellung der ›Dame in Grau‹ nimmt Trübner zum Anlass, seine koloristischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Der starke Kontrast zwischen dem hell leuchtenden Inkarnat und der dunkleren Farbigkeit der übrigen Flächen (Kleid, Möbel und Hintergrund) lenkt den Blick auf die zwischen Gesicht und Händen ausgebreitete Fülle von fein abgestuften Tonwerten einer einzigen Farbe – des im Bildtitel genannten Grau.
Der für Trübners Malerei der 1870er Jahre typische Farbauftrag mit breiten, kurz geführten Pinselstrichen erzeugt hier eine Struktur aus Winkeln und Graten, die einem Wechsel von Licht und Schatten nachgebildet ist und derart den rein malerischen Effekt mit dem Motiv verbindet.