Museum Folkwang
L'hermitage à Pontoise
  • Camille Pissarro
  • L'hermitage à Pontoise, um 1875/76

  • Die Einsiedelei in Pontoise
  • Öl auf Leinwand
  • 49 x 65 cm
  • Erworben 1983 mit Unterstützung der Alfred und Cläre Pott-Stiftung, der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-und-Platzhoff-Museums-Stiftung und dem Folkwang-Museumsverein
  • Inv.-Nr. G 472
  • Text zum WerkCamille Pissarro war der Sohn eines französischen Kaufmanns portugiesischer Abstammung und einer Kreolin. In Paris, wo er seit 1842 zur Schule ging, erhielt Pissarro seinen ersten Zeichenunterricht. Später (ab 1855) studierte er dort Kunst an der Academie de Suisse und lernte hierüber zunächst Claude Monet und 1861 auch Paul Cézanne kennen. Intensiv setzte sich der Maler mit dem Werk Gustave Courbets auseinander, ehe er um 1866 einen eigenen Stil ausbilden konnte. Die Ansicht von L'Hermitage, einem alten Ortsteil der nordwestlich von Paris gelegenen Kleinstadt Pontoise, markiert den Beginn der Auseinandersetzung Pissarros mit dem Problem der subtilen Farbzerlegung. Im Unterschied zu den früheren Fassungen von ›L'Hermitage‹, die in den Jahren 1866–1869 entstanden sind, werden hier das Licht und die Farben in einer nuanciert abgestuften Vielfalt abgebildet und eine malerisch-technische Erneuerung geprobt: Kurze, breite Pinselstriche und ihre optische Verschmelzung erzeugen ein neuartiges Farbempfinden. Gleichzeitig hält Pissarro an der Stabilität seiner Bildstrukturen fest; Paul Cézanne wird später hieran anschließen.
  • Provenienz1983, Galerie Hans Strelow, Düseldorf
    seit 1983
  • Obj_Id: 1'003'173
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: L'hermitage à Pontoise
  • Obj_Title2_S: Die Einsiedelei in Pontoise
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): L'hermitage à Pontoise Hermitage in Pontoise L'hermitage à Pontoise Die Einsiedelei in Pontoise
  • Obj_Dating_S: um 1875/76
  • Jahr von: 1'875
  • Jahr bis: 1'876
  • Obj_IdentNr_S: G 472
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0472
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 49 x 65 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1983 mit Unterstützung der Alfred und Cläre Pott-Stiftung, der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-und-Platzhoff-Museums-Stiftung und dem Folkwang-Museumsverein
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Camille Pissarro war der Sohn eines französischen Kaufmanns portugiesischer Abstammung und einer Kreolin. In Paris, wo er seit 1842 zur Schule ging, erhielt Pissarro seinen ersten Zeichenunterricht. Später (ab 1855) studierte er dort Kunst an der Academie de Suisse und lernte hierüber zunächst Claude Monet und 1861 auch Paul Cézanne kennen. Intensiv setzte sich der Maler mit dem Werk Gustave Courbets auseinander, ehe er um 1866 einen eigenen Stil ausbilden konnte. Die Ansicht von L'Hermitage, einem alten Ortsteil der nordwestlich von Paris gelegenen Kleinstadt Pontoise, markiert den Beginn der Auseinandersetzung Pissarros mit dem Problem der subtilen Farbzerlegung. Im Unterschied zu den früheren Fassungen von ›L'Hermitage‹, die in den Jahren 1866–1869 entstanden sind, werden hier das Licht und die Farben in einer nuanciert abgestuften Vielfalt abgebildet und eine malerisch-technische Erneuerung geprobt: Kurze, breite Pinselstriche und ihre optische Verschmelzung erzeugen ein neuartiges Farbempfinden. Gleichzeitig hält Pissarro an der Stabilität seiner Bildstrukturen fest; Paul Cézanne wird später hieran anschließen.