Museum Folkwang
20. Deutsches / Jazz Festival / Frankfurt ' 86
  • Günther Kieser
  • 20. Deutsches / Jazz Festival / Frankfurt ' 86, 1986

  • Offsetdruck
  • 119,4 x 84 cm
  • Druckerei k.A.
  • Inv.-Nr. DPM 17658
  • Text zum WerkDie Plakate von Günther Kieser waren für eine ganzen Generation die »Bilder zur Musik«. Zunächst waren es Plakate für den Jazz (dem er immer treu blieb) und später auch Plakate für die großen Rockkonzerte wie etwa die für ›The Who‹, ›Greatful Dead‹ oder ›Jimi Hendrix‹. Kieser entwickelte eine besondere Gestaltungsstruktur für seine Plakate. Er fertigte so genannte Bildobjekte an, die eigens für das Thema des Plakats hergestellt wurden. Diese Objekte boten auf den ersten Blick ein gewohntes Bild, lösten sich jedoch auf den zweiten Blick in seine Einzelteile auf und stiften so visuelle Verwirrung. Jedes Versatzstück für sich genommen ist real, in der ungewöhnlichen Kombination der Teile entsteht aber ein surreales Objekt, z.B. ein phantastisches, aus Teilen von Saiten- und Blasinstrumenten zusammengesetztes Musikinstrument. Genau in dem Spannungsfeld zwischen Kombination, Assoziation und Illusion siedelt Kieser seine Plakaterfindungen an. Schnell vergisst der heutige Betrachter, dass diese Bildmanipulationen sich nicht dem Computer verdanken, sondern im Wortsinn handwerklich hergestellt wurden. Bildmanipulationen, wie Kieser sie nutzte, waren Mitte der 1960er Jahre ohne Vorbild und fast undenkbar.
  • Obj_Id: 1'030'456
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Deutsches Plakat Museum
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 242
  • Obj_Creditline_S: Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang
  • Obj_Title1_S: 20. Deutsches / Jazz Festival / Frankfurt ' 86
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  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): 20. Deutsches / Jazz Festival / Frankfurt ' 86 20th German / Jazz Festival / Frankfurt '86 20. Deutsches / Jazz Festival / Frankfurt ' 86
  • Obj_Dating_S: 1986
  • Jahr von: 1'986
  • Jahr bis: 1'986
  • Obj_IdentNr_S: DPM 17658
  • Obj_IdentNrSort_S: DPM 017658
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plakat
  • Obj_Crate_S: 119,4 x 84 cm
  • Obj_Material_S:
  • Obj_Technique_S: Offsetdruck
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Offsetdruck
  • Obj_AccNote_S (Erwerb):
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei): k.A.
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

Die Plakate von Günther Kieser waren für eine ganzen Generation die »Bilder zur Musik«. Zunächst waren es Plakate für den Jazz (dem er immer treu blieb) und später auch Plakate für die großen Rockkonzerte wie etwa die für ›The Who‹, ›Greatful Dead‹ oder ›Jimi Hendrix‹. Kieser entwickelte eine besondere Gestaltungsstruktur für seine Plakate. Er fertigte so genannte Bildobjekte an, die eigens für das Thema des Plakats hergestellt wurden. Diese Objekte boten auf den ersten Blick ein gewohntes Bild, lösten sich jedoch auf den zweiten Blick in seine Einzelteile auf und stiften so visuelle Verwirrung. Jedes Versatzstück für sich genommen ist real, in der ungewöhnlichen Kombination der Teile entsteht aber ein surreales Objekt, z.B. ein phantastisches, aus Teilen von Saiten- und Blasinstrumenten zusammengesetztes Musikinstrument. Genau in dem Spannungsfeld zwischen Kombination, Assoziation und Illusion siedelt Kieser seine Plakaterfindungen an. Schnell vergisst der heutige Betrachter, dass diese Bildmanipulationen sich nicht dem Computer verdanken, sondern im Wortsinn handwerklich hergestellt wurden. Bildmanipulationen, wie Kieser sie nutzte, waren Mitte der 1960er Jahre ohne Vorbild und fast undenkbar.