Museum Folkwang
Stiller
  • Lucian Bernhard (Emil Kahn)
  • Stiller, 1908

  • [Schuh]
  • Farblithografie
  • Objektmaß 70 x 95,5 cm
    Objektmaß 118,9 x 84,1 cm
  • Druckerei Friedewald & Frick, Berlin
  • Inv.-Nr. DPM 8800
  • Text zum WerkLucian Bernhard kam 1903, kaum 18 Jahre alt, nach Berlin. Bereits zwei Jahre später war der Autodidakt der Held eines neuen Plakatstils, des ›Berliner Sachplakats‹. Der wohl eher zufällige Kontakt zu einem Pionier der Berliner Plakatentwicklung, Edmund Edel (1863–1939), brachte Bernhards Karriere ins Rollen. Bald schon gehörte er zum Kreis der innovativen Plakatgestalter um Ernst Growald (1867–1943), der als einer der ersten professionellen Werbeberater überhaupt bei der Druckerei ›Hollerbaum & Schmidt‹ agierte. Durch seine Vermittlung wurden neue Druck- und Vermarktungsmethoden eingeführt und die Künstler darin bestärkt, neue Wege zu gehen. Bernhard wurde bald zum Kopf bei der Herausbildung eines neuen Typus des Plakats. Seine Plakate während des Ersten Weltkriegs waren ebenso prägnant wie die für den Deutschen Werbedienst (1919). Während einer Reise in die USA 1922 entschied sich Bernhard, sich dort niederzulassen. Sein Atelier in Berlin führte bis 1933 Fritz Rosen (1890–1980) weiter.

    Bernhard war stilbildend für einen neuen Typ von Plakat. Mit dem ›Berliner Sachplakat‹ veränderte sich die gesamte Plakatgestaltung, denn das Plakat hatte nun endgültig seine eigene, zweckgebunde Form gefunden. Bernhards Arbeiten strahlten weit über Berlin, Deutschland und seine Zeit hinaus. Seine empirisch gewonnenen Erkenntnisse wurden durch die neu aufkommende Medienpsychologie wissenschaftlich untermauert und gelten im Wesentlichen noch heute.
  • Obj_Id: 1'030'431
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Deutsches Plakat Museum
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 242
  • Obj_Creditline_S: Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang
  • Obj_Title1_S: Stiller
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): [Schuh]
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Stiller [Shoe] Stiller [Schuh]
  • Obj_Dating_S: 1908
  • Jahr von: 1'908
  • Jahr bis: 1'908
  • Obj_IdentNr_S: DPM 8800
  • Obj_IdentNrSort_S: DPM 008800
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plakat
  • Obj_Crate_S: Objektmaß 70 x 95,5 cm
    Objektmaß 118,9 x 84,1 cm
  • Obj_Material_S:
  • Obj_Technique_S: Farblithografie
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Farblithografie
  • Obj_AccNote_S (Erwerb):
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei): Friedewald & Frick, Berlin
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
    Foto: Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

Lucian Bernhard kam 1903, kaum 18 Jahre alt, nach Berlin. Bereits zwei Jahre später war der Autodidakt der Held eines neuen Plakatstils, des ›Berliner Sachplakats‹. Der wohl eher zufällige Kontakt zu einem Pionier der Berliner Plakatentwicklung, Edmund Edel (1863–1939), brachte Bernhards Karriere ins Rollen. Bald schon gehörte er zum Kreis der innovativen Plakatgestalter um Ernst Growald (1867–1943), der als einer der ersten professionellen Werbeberater überhaupt bei der Druckerei ›Hollerbaum & Schmidt‹ agierte. Durch seine Vermittlung wurden neue Druck- und Vermarktungsmethoden eingeführt und die Künstler darin bestärkt, neue Wege zu gehen. Bernhard wurde bald zum Kopf bei der Herausbildung eines neuen Typus des Plakats. Seine Plakate während des Ersten Weltkriegs waren ebenso prägnant wie die für den Deutschen Werbedienst (1919). Während einer Reise in die USA 1922 entschied sich Bernhard, sich dort niederzulassen. Sein Atelier in Berlin führte bis 1933 Fritz Rosen (1890–1980) weiter.

Bernhard war stilbildend für einen neuen Typ von Plakat. Mit dem ›Berliner Sachplakat‹ veränderte sich die gesamte Plakatgestaltung, denn das Plakat hatte nun endgültig seine eigene, zweckgebunde Form gefunden. Bernhards Arbeiten strahlten weit über Berlin, Deutschland und seine Zeit hinaus. Seine empirisch gewonnenen Erkenntnisse wurden durch die neu aufkommende Medienpsychologie wissenschaftlich untermauert und gelten im Wesentlichen noch heute.