Museum Folkwang
Berliner Redensarten: / Oh! Bange machen gelt nich!
  • Franz Burchard Dörbeck
  • Berliner Redensarten: / Oh! Bange machen gelt nich!, vor 1835

  • Lithografie, handkoloriert
  • 18,3 x 13,3 cm
  • Druckerei k.A.
  • Inv.-Nr. DPM 7947
  • Text zum WerkDie Sammlung des Deutschen Plakat Museums enthält zahlreiche Flugblätter und Anschlagzettel des 17. bis 19. Jahrhunderts. Neben diesen Vorläufern des Plakats befinden sich auch Grafiken, Illustrationen und Karikaturen in der Sammlung, die zeitgenössische Reaktionen auf das neue Medium Plakat reflektieren. Die Karikatur von Franz Burchard Dörbeck spiegelt einen typischen Moment in der Frühzeit des Plakats wider.

    Das so genannte wilde Kleben verunstaltete die deutschen Städte bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein. Es gab keine Regeln, jeder klebte seine ›Zettel‹ an die Stelle, die er für richtig hielt. Versuche, mit Vereinsgründungen (Heimatschutzvereine), Verboten, Erlassen und Schildern dagegen vorzugehen, hatten aber keinen Erfolg. Erst die von Ernst Litfaß (1816–1874) erfundene, so genannte ›Litfaßsäule‹ verschaffte Abhilfe, zunächst in Berlin. In der Nacht vor der Übergabe der ersten Litfaßsäule am 1. Juli 1855 wurden großflächig Anschlagzettel und Plakate im Stadtgebiet entfernt und durch massive Polizeipräsenz dem wilden Kleben Einhalt geboten.
  • Obj_Id: 1'030'424
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Deutsches Plakat Museum
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 242
  • Obj_Creditline_S: Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang
  • Obj_Title1_S: Berliner Redensarten: / Oh! Bange machen gelt nich!
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Berliner Redensarten: / Oh! Bange machen gelt nich! Berlin Idiom: / Oh! You can’t scare me! Berliner Redensarten: / Oh! Bange machen gelt nich!
  • Obj_Dating_S: vor 1835
  • Jahr von: 1'830
  • Jahr bis: 1'835
  • Obj_IdentNr_S: DPM 7947
  • Obj_IdentNrSort_S: DPM 007947
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plakat
  • Obj_Crate_S: 18,3 x 13,3 cm
  • Obj_Material_S:
  • Obj_Technique_S: Lithografie, handkoloriert
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Lithografie, handkoloriert
  • Obj_AccNote_S (Erwerb):
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei): k.A.
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

Die Sammlung des Deutschen Plakat Museums enthält zahlreiche Flugblätter und Anschlagzettel des 17. bis 19. Jahrhunderts. Neben diesen Vorläufern des Plakats befinden sich auch Grafiken, Illustrationen und Karikaturen in der Sammlung, die zeitgenössische Reaktionen auf das neue Medium Plakat reflektieren. Die Karikatur von Franz Burchard Dörbeck spiegelt einen typischen Moment in der Frühzeit des Plakats wider.

Das so genannte wilde Kleben verunstaltete die deutschen Städte bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein. Es gab keine Regeln, jeder klebte seine ›Zettel‹ an die Stelle, die er für richtig hielt. Versuche, mit Vereinsgründungen (Heimatschutzvereine), Verboten, Erlassen und Schildern dagegen vorzugehen, hatten aber keinen Erfolg. Erst die von Ernst Litfaß (1816–1874) erfundene, so genannte ›Litfaßsäule‹ verschaffte Abhilfe, zunächst in Berlin. In der Nacht vor der Übergabe der ersten Litfaßsäule am 1. Juli 1855 wurden großflächig Anschlagzettel und Plakate im Stadtgebiet entfernt und durch massive Polizeipräsenz dem wilden Kleben Einhalt geboten.