Museum Folkwang
Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
  • Volker Pfüller
  • Die Rundköpfe und die Spitzköpfe, 1983

  • Offsetdruck, Foliengrafik
  • 81,5 x 114,8 cm
  • Druckerei VEB Druckkombinat, Berlin
  • Inv.-Nr. DPM 5241
  • Text zum WerkDie Gestaltung mittels Zeichnung war ein Charakteristikum des DDR-Plakats. Volker Pfüller entwickelte dafür einen prägnanten Stil, den vor allem seine Arbeiten für das Theater aufweisen. In bester Plakattradition beschränkt er sich auf wenige, aber kontrastreiche Farben, reduziert die Binnenzeichnung und konzentriert sich auf ein Hauptmotiv. Dieses Hauptmotiv ist oft eine Figur, die portraithafte Züge eines oder mehrerer Schauspieler trägt. Eine Besonderheit seiner Plakate war auch die Herstellung selbst: Pfüller lithografierte viele seiner Plakate eigenhändig in der Druckerei Graetz in Berlin.
    Das selten aufgeführte Drama ›Die Rundköpfe und die Spitzköpfe‹ war eines von drei Stücken, die nach der umfassenden Renovierung des Deutschen Theaters und der benachbarten Kammerspiele zur Aufführung gelangen sollten; die Aufführung von ›Faust II‹ fand nicht statt. Das Plakat zeigt den Hauptakteur in einer Pose, die signalisiert, alles sei in bester Ordnung. Konterkariert wird diese Aussage jedoch durch das Chaos dahinter. Vielleicht darf man diese Konstruktion im übertragenen Sinn auch auf das Verhältnis von DDR-Propaganda (die gezeigte Geste wurde oft mit gleicher Intention im politischen Plakat genutzt) und DDR-Wirklichkeit beziehen – wenige Jahre später ging die DDR staatsrechtlich in der Bundesrepublik Deutschland auf.
  • Obj_Id: 1'030'414
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Deutsches Plakat Museum
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 242
  • Obj_Creditline_S: Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang
  • Obj_Title1_S: Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Die Rundköpfe und die Spitzköpfe Round Heads and Pointed Heads Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
  • Obj_Dating_S: 1983
  • Jahr von: 1'983
  • Jahr bis: 1'983
  • Obj_IdentNr_S: DPM 5241
  • Obj_IdentNrSort_S: DPM 005241
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plakat
  • Obj_Crate_S: 81,5 x 114,8 cm
  • Obj_Material_S:
  • Obj_Technique_S: Offsetdruck, Foliengrafik
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Offsetdruck, Foliengrafik
  • Obj_AccNote_S (Erwerb):
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei): VEB Druckkombinat, Berlin
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

Die Gestaltung mittels Zeichnung war ein Charakteristikum des DDR-Plakats. Volker Pfüller entwickelte dafür einen prägnanten Stil, den vor allem seine Arbeiten für das Theater aufweisen. In bester Plakattradition beschränkt er sich auf wenige, aber kontrastreiche Farben, reduziert die Binnenzeichnung und konzentriert sich auf ein Hauptmotiv. Dieses Hauptmotiv ist oft eine Figur, die portraithafte Züge eines oder mehrerer Schauspieler trägt. Eine Besonderheit seiner Plakate war auch die Herstellung selbst: Pfüller lithografierte viele seiner Plakate eigenhändig in der Druckerei Graetz in Berlin.
Das selten aufgeführte Drama ›Die Rundköpfe und die Spitzköpfe‹ war eines von drei Stücken, die nach der umfassenden Renovierung des Deutschen Theaters und der benachbarten Kammerspiele zur Aufführung gelangen sollten; die Aufführung von ›Faust II‹ fand nicht statt. Das Plakat zeigt den Hauptakteur in einer Pose, die signalisiert, alles sei in bester Ordnung. Konterkariert wird diese Aussage jedoch durch das Chaos dahinter. Vielleicht darf man diese Konstruktion im übertragenen Sinn auch auf das Verhältnis von DDR-Propaganda (die gezeigte Geste wurde oft mit gleicher Intention im politischen Plakat genutzt) und DDR-Wirklichkeit beziehen – wenige Jahre später ging die DDR staatsrechtlich in der Bundesrepublik Deutschland auf.