Museum Folkwang
La fête de Bacchus (Le soir)
  • Jean-Baptiste Camille Corot
  • La fête de Bacchus (Le soir), 1866

  • Das Fest des Bacchus
  • Öl auf Leinwand
  • 134,5 x 110,5 cm
  • Erworben 1979 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 432
  • Text zum WerkCorot entschied sich erst als 26-Jähriger für eine Existenz als Künstler. Hierfür erschien ihm ein Italienaufenthalt als unerlässlich und so reiste er 1825 nach Rom, wo er bis 1828 bleiben sollte. Die frühen italienischen Landschaften und Figurenbilder, mit denen Corot in den Pariser Salons um 1830 erste Erfolge erzielte, zeichnen sich durch Klarheit in Komposition, Form und Farbe aus. 1834 und 1843 besuchte der Maler Italien erneut, weitere Reisen führten ihn nach England, Holland und in die Schweiz. In Frankreich hielt er sich vorzugsweise in der Provinz auf, um dort Landschaften zu malen. Corot unterhielt enge Verbindungen zu der Künstlergruppe von Barbizon, insbesondere zu Jean-François Millet und Charles-François Daubigny.
    ›La Fête de Bacchus‹ ist ein stimmungsvolles, poetisch anmutendes Werk des 70-jährigen Künstlers und zeigt eine sensible, in seinem Spätwerk häufiger zu beobachtende, die Farbe verwischende Malweise. Die tanzenden Faune links und die Gestalten im Bildhintergrund rechts, die sich um den trunkenen Weingott Bacchus versammelt haben, sind im Abenddämmerlicht der dargestellten Landschaft nur schemenhaft wahrnehmbar. Auf der linken Seite öffnet sich das Dunkel des Bildes und gibt den Blick frei auf einen tief liegenden Horizont. Die rosa Farbe des Abendlichts und das Blau des Himmels kontrastieren die in dunklen Farbtönen gemalte Szenerie im Bildvordergrund. Das im Titel genannte Thema wird so zu einem nebensächlichen Detail dieser arkadischen Landschaft in der Tradition Claude Lorrains.
  • ProvenienzSammlung M. Fanien, USA
    Charles Dana und (?) George Gould, USA
    1979, Galerie Dr. Fritz und Dr. Peter Nathan, Zürich
    seit 1979, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'041
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: La fête de Bacchus (Le soir)
  • Obj_Title2_S: Das Fest des Bacchus
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): La fête de Bacchus (Le soir) The Feast of Bacchus La fête de Bacchus (Le soir) Das Fest des Bacchus
  • Obj_Dating_S: 1866
  • Jahr von: 1'866
  • Jahr bis: 1'866
  • Obj_IdentNr_S: G 432
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0432
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 134,5 x 110,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1979 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Corot entschied sich erst als 26-Jähriger für eine Existenz als Künstler. Hierfür erschien ihm ein Italienaufenthalt als unerlässlich und so reiste er 1825 nach Rom, wo er bis 1828 bleiben sollte. Die frühen italienischen Landschaften und Figurenbilder, mit denen Corot in den Pariser Salons um 1830 erste Erfolge erzielte, zeichnen sich durch Klarheit in Komposition, Form und Farbe aus. 1834 und 1843 besuchte der Maler Italien erneut, weitere Reisen führten ihn nach England, Holland und in die Schweiz. In Frankreich hielt er sich vorzugsweise in der Provinz auf, um dort Landschaften zu malen. Corot unterhielt enge Verbindungen zu der Künstlergruppe von Barbizon, insbesondere zu Jean-François Millet und Charles-François Daubigny.
›La Fête de Bacchus‹ ist ein stimmungsvolles, poetisch anmutendes Werk des 70-jährigen Künstlers und zeigt eine sensible, in seinem Spätwerk häufiger zu beobachtende, die Farbe verwischende Malweise. Die tanzenden Faune links und die Gestalten im Bildhintergrund rechts, die sich um den trunkenen Weingott Bacchus versammelt haben, sind im Abenddämmerlicht der dargestellten Landschaft nur schemenhaft wahrnehmbar. Auf der linken Seite öffnet sich das Dunkel des Bildes und gibt den Blick frei auf einen tief liegenden Horizont. Die rosa Farbe des Abendlichts und das Blau des Himmels kontrastieren die in dunklen Farbtönen gemalte Szenerie im Bildvordergrund. Das im Titel genannte Thema wird so zu einem nebensächlichen Detail dieser arkadischen Landschaft in der Tradition Claude Lorrains.