Museum Folkwang
Le cavalier à l’orée du bois
  • Jean-Baptiste Camille Corot
  • Le cavalier à l’orée du bois, um 1874/75

  • Reiter am See
  • Öl auf Leinwand
  • 45 x 67,5 cm
  • Erworben 1941
  • Inv.-Nr. G 32
  • Text zum WerkÄhnlich wie im Gemälde ›La fête de Bacchus‹ nutzt Corot auch in diesem Bild das Motiv des Gegenlichts, um der Landschaft mit Waldlichtung eine ausgedehnte Tiefe zu verleihen. Unter einer Baumgruppe folgen Pferd und Reiter einem Weg, der zu einem in der Ferne sichtbaren See führt. Winzig erscheinen Mensch und Tier im Verhältnis zu den mächtigen Bäumen, deren Kronen weit in den Himmel hineinragen und nahezu die Hälfte des Bildformates einnehmen. Die in dunklem Kolorit gemalte Landschaft vermittelt eine poetische Stimmung: Sie lässt den Betrachter kontemplative Ruhe und zugleich eine gewisse Schwermut empfinden.
    Der zarte und zuweilen unscharf modellierte Farbauftrag ist typisch für Corots Spätstil. Retrospektiv sind in diesem Bild die in seinem Werk wirksamen künstlerischen Einflüsse erkennbar: Der die Komposition begrenzende Baum am linken Bildrand erinnert an Poussin, die atmosphärische Leichtigkeit an Claude Lorrain, und die Eleganz der Sfumatotechnik könnte Corot von Rembrandt oder auch von Leonardo da Vinci übernommen haben. Mit seiner besonderen Fertigkeit, Atmosphäre und Licht darzustellen, ist er ein Meister in der Tradition der klassischen französischen Landschaftskunst.
  • Obj_Id: 1'003'040
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Le cavalier à l’orée du bois
  • Obj_Title2_S: Reiter am See
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Le cavalier à l’orée du bois Rider at the Edge of the Wood Le cavalier à l’orée du bois Reiter am See
  • Obj_Dating_S: um 1874/75
  • Jahr von: 1'874
  • Jahr bis: 1'875
  • Obj_IdentNr_S: G 32
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0032
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 45 x 67,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1941
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler

Ähnlich wie im Gemälde ›La fête de Bacchus‹ nutzt Corot auch in diesem Bild das Motiv des Gegenlichts, um der Landschaft mit Waldlichtung eine ausgedehnte Tiefe zu verleihen. Unter einer Baumgruppe folgen Pferd und Reiter einem Weg, der zu einem in der Ferne sichtbaren See führt. Winzig erscheinen Mensch und Tier im Verhältnis zu den mächtigen Bäumen, deren Kronen weit in den Himmel hineinragen und nahezu die Hälfte des Bildformates einnehmen. Die in dunklem Kolorit gemalte Landschaft vermittelt eine poetische Stimmung: Sie lässt den Betrachter kontemplative Ruhe und zugleich eine gewisse Schwermut empfinden.
Der zarte und zuweilen unscharf modellierte Farbauftrag ist typisch für Corots Spätstil. Retrospektiv sind in diesem Bild die in seinem Werk wirksamen künstlerischen Einflüsse erkennbar: Der die Komposition begrenzende Baum am linken Bildrand erinnert an Poussin, die atmosphärische Leichtigkeit an Claude Lorrain, und die Eleganz der Sfumatotechnik könnte Corot von Rembrandt oder auch von Leonardo da Vinci übernommen haben. Mit seiner besonderen Fertigkeit, Atmosphäre und Licht darzustellen, ist er ein Meister in der Tradition der klassischen französischen Landschaftskunst.