Museum Folkwang
Osterspaziergang
  • Carl Gustav Carus
  • Osterspaziergang, 1821

  • Öl auf Leinwand
  • 49 x 40 cm
  • Erworben 1939 mit Unterstützung der Stadt Essen und der NSDAP Gauleitung der Stadt Essen, 1950 an die Familie Hirschland restituiert und dem Museum Folkwang als Vermächtnis Dr. Georg Hirschland überlassen.
  • Inv.-Nr. G 24
  • Text zum WerkCarl Gustav Carus zeigt den Arzt und Philosophen, Juristen und
    Theologen Faust und Wagner in der zweiten Szene der 1808 entstandenen Tragödie von Goethe bei der Heimkehr nach dem ›Osterspaziergang‹ mit dem schwarzen Pudel, der sich später als Mephistopheles entpuppen wird. Carus – wie Goethe und dessen Dramenfigur Faust ein vielstudierter Mann, Arzt und Naturwissenschaftler, Maler und Schriftsteller – inszeniert die Protagonisten vor den Toren einer unter atmosphärischem Dunst liegenden Stadt mit gotischen Architektursilhouetten in bekenntnishafter altdeutscher Tracht – eine etwa 1815 in Deutschland aufgekommene Kleidermode, die während der Befreiungskriege als Ausdruck des antifranzösischen deutschen Nationalgefühls großen Anklang bei Frauen und Männern verschiedener Gesellschaftsschichten fand. Sie wurde seinerzeit von den demokratisch und national gesinnten Progressiven wie
    Studenten und Seminaristen getragen, was jedoch per königlicher Order 1820 verboten wurde.
  • Provenienz1821, Johann Wolfgang v. Goethe
    Königin Karoline von Bayern
    09.11.1938, Dr. Georg Hirschland, Essen
    09.11.1938, Beschlagnahmung durch die NSDAP, Essen
    09.11.1938 - 04.1939, Depositum Museum Folkwang
    01.04.1939 - 1950, Kauf mit Auswanderungsguthaben (Stadt Essen und NSDAP Gauleitung der Stadt Essen), Museum Folkwang
    1950, Restitution, Stadtarchiv, Bestand Museum Folkwang, D 21, S. 97, 99
    1950, Vermächtnis Dr. Georg Hirschland, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'002'988
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Osterspaziergang
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Osterspaziergang Easter Stroll Osterspaziergang
  • Obj_Dating_S: 1821
  • Jahr von: 1'821
  • Jahr bis: 1'821
  • Obj_IdentNr_S: G 24
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0024
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 49 x 40 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1939 mit Unterstützung der Stadt Essen und der NSDAP Gauleitung der Stadt Essen, 1950 an die Familie Hirschland restituiert und dem Museum Folkwang als Vermächtnis Dr. Georg Hirschland überlassen.
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: E 001, Altbau, Sammlung 19. und 20. Jahrhundert
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Carl Gustav Carus zeigt den Arzt und Philosophen, Juristen und
Theologen Faust und Wagner in der zweiten Szene der 1808 entstandenen Tragödie von Goethe bei der Heimkehr nach dem ›Osterspaziergang‹ mit dem schwarzen Pudel, der sich später als Mephistopheles entpuppen wird. Carus – wie Goethe und dessen Dramenfigur Faust ein vielstudierter Mann, Arzt und Naturwissenschaftler, Maler und Schriftsteller – inszeniert die Protagonisten vor den Toren einer unter atmosphärischem Dunst liegenden Stadt mit gotischen Architektursilhouetten in bekenntnishafter altdeutscher Tracht – eine etwa 1815 in Deutschland aufgekommene Kleidermode, die während der Befreiungskriege als Ausdruck des antifranzösischen deutschen Nationalgefühls großen Anklang bei Frauen und Männern verschiedener Gesellschaftsschichten fand. Sie wurde seinerzeit von den demokratisch und national gesinnten Progressiven wie
Studenten und Seminaristen getragen, was jedoch per königlicher Order 1820 verboten wurde.