Museum Folkwang
Les Angles
  • Veit Stratmann
  • Les Angles, 2003 - 2004

  • Die Winkel
  • Gruppe von 5 Podesten
  • Fünf Elemente, Spannplatte, PVC, Metall, Lack
  • Erworben 2006 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. P 303
  • Text zum WerkVeit Stratmann (*1960, Bochum) greift in seinen Installationen immer wieder in den Kontext der Ausstellungssituation ein. Seine Möbel, Plateaus und doppelte Böden nehmen Bezug auf die Minimal Art und verknüpfen zugleich die Kunstwerke mit der körperlichen Erfahrung der Besucher. Im Museum Folkwang intervenierte er 2008 in der Ausstellung ›Fusion/Confusion‹.

    Auch in das ›Objekt Studio‹ hat Veit Stratmann eingegriffen. Über die Ausstellungsräume verteilt stößt der Besucher immer wieder auf rätselhafte, leere Podeste in den Ecken. Sie sind mit einem roten Noppengummi belegt und schweben wie ein doppelter Boden über der Ausstellungsebene. Veit Stratmann fordert den Betrachter auf, selbst aktiv zu werden und diese Objekte zu benutzen. Der Besucher darf die Podeste betreten und verändert auf diese Weise seine Position und Wahrnehmung im Museum. Indem er seinen Blick ändert, stellt er sich aber zugleich selbst aus.

    In architektonischen und urbanen Räumen gelten Ecken häufig als Resträume. Jemanden »in die Ecke zu stellen« bedeutet, ihn herabzusetzen, ihm eine verminderte Bedeutung zu geben und der allgemeinen Sichtbarkeit zu entziehen; ihn damit gar zu bestrafen. Die ›Erkundung der Ecke‹ ist seit den 1960er Jahren ein Leitmotiv avantgardistischer Kunst, die Künstler wie Robert Morris, Bruce Nauman und Dan Flavin auf vielfältige Weise weiterentwickelt haben.
  • Obj_Id: 1'014'343
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 188
  • Obj_Creditline_S: Skulpturensammlung
  • Obj_Title1_S: Les Angles
  • Obj_Title2_S: Die Winkel
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): Gruppe von 5 Podesten
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Les Angles The Angles Les Angles Die Winkel Gruppe von 5 Podesten
  • Obj_Dating_S: 2003 - 2004
  • Jahr von: 2'003
  • Jahr bis: 2'004
  • Obj_IdentNr_S: P 303
  • Obj_IdentNrSort_S: P 0303
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plastik/Skulptur
  • Obj_Crate_S:
  • Obj_Material_S: Fünf Elemente, Spannplatte, PVC, Metall, Lack
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Fünf Elemente, Spannplatte, PVC, Metall, Lack
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 2006 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Veit Stratmann
Text zum Werk
Künstler

Veit Stratmann (*1960, Bochum) greift in seinen Installationen immer wieder in den Kontext der Ausstellungssituation ein. Seine Möbel, Plateaus und doppelte Böden nehmen Bezug auf die Minimal Art und verknüpfen zugleich die Kunstwerke mit der körperlichen Erfahrung der Besucher. Im Museum Folkwang intervenierte er 2008 in der Ausstellung ›Fusion/Confusion‹.

Auch in das ›Objekt Studio‹ hat Veit Stratmann eingegriffen. Über die Ausstellungsräume verteilt stößt der Besucher immer wieder auf rätselhafte, leere Podeste in den Ecken. Sie sind mit einem roten Noppengummi belegt und schweben wie ein doppelter Boden über der Ausstellungsebene. Veit Stratmann fordert den Betrachter auf, selbst aktiv zu werden und diese Objekte zu benutzen. Der Besucher darf die Podeste betreten und verändert auf diese Weise seine Position und Wahrnehmung im Museum. Indem er seinen Blick ändert, stellt er sich aber zugleich selbst aus.

In architektonischen und urbanen Räumen gelten Ecken häufig als Resträume. Jemanden »in die Ecke zu stellen« bedeutet, ihn herabzusetzen, ihm eine verminderte Bedeutung zu geben und der allgemeinen Sichtbarkeit zu entziehen; ihn damit gar zu bestrafen. Die ›Erkundung der Ecke‹ ist seit den 1960er Jahren ein Leitmotiv avantgardistischer Kunst, die Künstler wie Robert Morris, Bruce Nauman und Dan Flavin auf vielfältige Weise weiterentwickelt haben.