Museum Folkwang
Louveciennes, Chemin de Creux, Louveciennes, neige
  • Camille Pissarro
  • Louveciennes, Chemin de Creux, Louveciennes, neige, 1872

  • Schneelandschaft in Louveciennes
  • Öl auf Leinwand
  • 46 x 55 cm
  • Erworben 1965 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Westdeutschen Rundfunks Köln und des Folkwang-Museumsvereins
  • Inv.-Nr. G 350
  • Text zum WerkWie viele Impressionisten war auch Camille Pissarro vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 nach England geflüchtet. Dort studierte er intensiv die Werke William Turners und John Constables, deren Malerei für seine weitere künstlerische Entwicklung maßgeblich wurde. Nach Frankreich zurückgekehrt ging Pissarro zunächst nach Louveciennes, wo er sich 1869 niedergelassen hatte. Kurz darauf (1872) übersiedelte Pissarro nach Pontoise, wo er bereits vor dem 1870er Krieg gemalt hatte und lebte dort bis 1882. Die meisten Motive dieser sehr kreativen Schaffensperiode entstammen der Umgebung von Louveciennes und Pointoise, so auch die winterliche Ansicht des Parks von Louveciennes. Ein mildes, winterliches Sonnenlicht fällt von rechts auf die unbelaubten Bäume, deren Schatten sich grau auf dem tauenden Schnee abzeichnen. Mit breiten, gebundenen Pinselzügen sind das Gewirr von Ästen und Astgabelungen, die Rindenstruktur, die schlanken jungen Baumstämme, die beiden Häuser links als flüchtiger Augenblick, als eine winterliche Impression festgehalten. Die ›sous bois‹-Tradition der Schule von Barbizon, deren Ziel es war, die Natur wahrhaftig zu erfassen, ist in diesem Bild noch spürbar.
  • ProvenienzPrivatsammlung Washington
    Wildenstein, New York
    Barbara Hutton (USA)
    (1959), Fine Arts Associates, New York
    Galerie Grosshennig, Düsseldorf
    (1960), The Lefevre Gallery, London
    (1964), Paul Rosenberg, New York
    (1965), Dr. Walter Feilchenfeldt-Erben, Zürich
    1966, Marianne Feilchenfeldt, Zürich, erworben (Land Nord-Rhein-Westfalen, Westdeutscher Rundfunk)
    seit 1966
  • Obj_Id: 1'003'172
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Louveciennes, Chemin de Creux, Louveciennes, neige
  • Obj_Title2_S: Schneelandschaft in Louveciennes
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Louveciennes, Chemin de Creux, Louveciennes, neige Snow Landscape in Louveciennes Louveciennes, Chemin de Creux, Louveciennes, neige Schneelandschaft in Louveciennes
  • Obj_Dating_S: 1872
  • Jahr von: 1'872
  • Jahr bis: 1'872
  • Obj_IdentNr_S: G 350
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0350
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 46 x 55 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1965 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Westdeutschen Rundfunks Köln und des Folkwang-Museumsvereins
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Wie viele Impressionisten war auch Camille Pissarro vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 nach England geflüchtet. Dort studierte er intensiv die Werke William Turners und John Constables, deren Malerei für seine weitere künstlerische Entwicklung maßgeblich wurde. Nach Frankreich zurückgekehrt ging Pissarro zunächst nach Louveciennes, wo er sich 1869 niedergelassen hatte. Kurz darauf (1872) übersiedelte Pissarro nach Pontoise, wo er bereits vor dem 1870er Krieg gemalt hatte und lebte dort bis 1882. Die meisten Motive dieser sehr kreativen Schaffensperiode entstammen der Umgebung von Louveciennes und Pointoise, so auch die winterliche Ansicht des Parks von Louveciennes. Ein mildes, winterliches Sonnenlicht fällt von rechts auf die unbelaubten Bäume, deren Schatten sich grau auf dem tauenden Schnee abzeichnen. Mit breiten, gebundenen Pinselzügen sind das Gewirr von Ästen und Astgabelungen, die Rindenstruktur, die schlanken jungen Baumstämme, die beiden Häuser links als flüchtiger Augenblick, als eine winterliche Impression festgehalten. Die ›sous bois‹-Tradition der Schule von Barbizon, deren Ziel es war, die Natur wahrhaftig zu erfassen, ist in diesem Bild noch spürbar.